Chronische Schreckhaftigkeit beim Pferd: Trainingsthema oder Mineralstoffproblem?
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Es gibt diese Pferde, bei denen man irgendwann nicht mehr sagt:
„Er hat sich halt erschrocken“,
sondern:
„Er ist immer so.“
Ein flatternder Vogel, ein Schatten, ein Geräusch in weiter Entfernung – und das Pferd ist sofort „an“. Hochspannung. Keine echte Entspannung mehr. Und egal, wie ruhig man selbst bleibt: Die Reaktion kommt schneller als jeder Gedanke.
Viele Halter fragen sich irgendwann:
„Mache ich im Training etwas falsch – oder stimmt da körperlich etwas nicht?“
Die ehrliche Antwort lautet: Beides ist möglich.
Aber chronische Schreckhaftigkeit ist sehr oft kein reines Trainingsproblem.
Typische Aussagen von Pferdehaltern, die wir häufig hören
„Er ist eigentlich lieb, aber immer auf 180.“
„Im Gelände ist er kaum ansprechbar, obwohl er das alles kennt.“
„Er erschrickt vor Dingen, die gestern noch egal waren.“
„Nach Stress braucht er ewig, um wieder runterzufahren.“
Diese Beschreibungen haben eines gemeinsam:
Das Nervensystem kommt nicht mehr in die Ruhe zurück.
Schreckhaftigkeit ist nicht gleich Schreckhaftigkeit
Ein gesundes Pferd erschrickt – und reguliert sich dann selbst.
Es hebt den Kopf, spannt kurz an, atmet – und lässt wieder los.
Problematisch wird es, wenn:
- die Reaktionen übermäßig stark ausfallen
- die Erholung lange dauert oder gar nicht stattfindet
- das Pferd dauerhaft unter innerer Spannung steht
Dann sprechen wir nicht mehr von normaler Aufmerksamkeit, sondern von chronischer Übererregung.
Wenn das Nervensystem dauerhaft unter Strom steht
Das Nervensystem des Pferdes arbeitet mit fein abgestimmten elektrischen Impulsen.
Damit diese Signale sauber verarbeitet werden können, braucht der Körper bestimmte Schlüsselstoffe – vor allem:
Magnesium – der Ruhepol der Nerven
Magnesium wirkt wie ein biologischer „Puffer“.
Es verhindert, dass Nervenimpulse unkontrolliert und überschießend weitergeleitet werden.
Ein Mangel kann sich zeigen durch:
- erhöhte Schreckhaftigkeit
- Muskelanspannung
- Nervosität trotz Bewegung
- schlechte Stressverarbeitung
Wichtig: Nicht jedes Magnesium wirkt gleich.
Billige Oxide werden oft schlecht aufgenommen – das Pferd bleibt nervös, obwohl „Magnesium gefüttert wird“.
B-Vitamine – die Übersetzer im Nervensystem
B-Vitamine sind an nahezu jeder Reizverarbeitung beteiligt.
Sie entscheiden mit darüber, wie schnell, wie stark und wie lange ein Reiz verarbeitet wird.
Ein Defizit kann entstehen durch:
- Stress
- hohe Trainingsbelastung
- Futterumstellungen
- gestörte Darmflora
Typisch ist dann:
- schnelle Überforderung
- schlechte Konzentration
- „Nervenflattern“ ohne klaren Auslöser
Warum Training allein oft nicht reicht
Viele versuchen, Schreckhaftigkeit „wegzutrainieren“:
mehr Gelassenheitsübungen, mehr Konfrontation, mehr Kontrolle.
Das Problem:
Ein überreiztes Nervensystem lernt schlecht.
Wenn dem Körper die physiologischen Voraussetzungen fehlen, kann Training sogar kontraproduktiv sein:
- Reize werden nicht besser verarbeitet
- Stressspeicher füllen sich weiter
- das Pferd wird scheinbar „immer empfindlicher“
Training wirkt nur dann, wenn der Körper regulationsfähig ist.
Der oft übersehene Zusammenhang: Darm & Nerven
Ein Großteil der B-Vitamine wird über eine gesunde Darmflora bereitgestellt.
Ist der Darm aus dem Gleichgewicht – etwa durch Stress, Medikamente oder Futterfehler – leidet direkt die Nervenversorgung.
Deshalb sehen wir chronische Schreckhaftigkeit häufig zusammen mit:
- mäkeligem Fressverhalten
- Kotveränderungen
- wechselnder Leistungsbereitschaft
Wann ein Mineralstoffproblem sehr wahrscheinlich ist
Achte besonders auf die körperliche Seite, wenn:
- die Schreckhaftigkeit plötzlich zugenommen hat
- dein Pferd schlecht abschalten kann
- Stress lange „nachwirkt“
- Bewegung nicht entspannt, sondern eher aufputscht
- Training scheinbar keinen Fortschritt bringt
In diesen Fällen lohnt es sich, nicht nur am Verhalten, sondern an der Basis des Nervensystems anzusetzen.
Sinnvolle Unterstützung für nervlich sensible Pferde
Hier kann eine gezielte Ergänzung helfen, die:
- gut verfügbares Magnesium enthält
- B-Vitamine sinnvoll kombiniert
- nicht sediert, sondern reguliert
- den Körper stressresistenter macht
AHIPOS Coolness wurde genau für diese Situationen entwickelt:
zur Unterstützung des Nervensystems bei stressanfälligen, schreckhaften oder innerlich unruhigen Pferden – ohne das Pferd „ruhigzustellen“.
Wichtig:
Coolness ersetzt kein Training, aber es schafft die Voraussetzung, damit Training überhaupt wirken kann.
Fazit: Verhalten ist oft ein Spiegel des Stoffwechsels
Chronische Schreckhaftigkeit ist selten „nur Kopfsache“.
Sehr oft zeigt sie, dass das Nervensystem an seiner Belastungsgrenze arbeitet – und Unterstützung braucht.
Der entscheidende Gedanke:
Dein Pferd reagiert nicht falsch – sein Körper kann den Reiz gerade nicht besser verarbeiten.
Wer Training und Nährstoffversorgung zusammendenkt, schafft echte Veränderung:
mehr innere Ruhe, bessere Lernfähigkeit und ein Pferd, das wieder bei sich ankommt.